Thomas Grasberger

Thomas Grasberger liest aus seinen drei Büchern über die bairische Mentalität

GRANT, STENZ, FLINS - entweder als Einzelveranstaltung oder kombiniert

GRANT
Wenn das Bier zu warm, der Kaffee zu kalt, die Suppe zu salzig oder das Ei zu hart ist, dann schlägt die Stunde des Grantlers. Schlecht gelaunte Zeitgenossen gibt es überall, nicht nur in Bayern. Grant jedoch – das zeigt Thomas Grasbergers unterhaltsame Einführung in die „Grantologie“ – ist mehr als nur griesgrämiges Vor-sich-hin-schimpfen! Grant ist eine Haltung und ein Lebensgefühl. Er kann große Oper sein oder kleines Vorstadttheater, manchmal traurig, düster und pessimistisch, manchmal renitent und wütend, dann wieder leise, fast poetisch. Grant ist der Blues des Südens – und als solcher leistet er Widerstand gegen den Gute-Laune-Terror einer globalen Verblödungsmaschinerie. Denn Grant ist gelebte Philosophie.


STENZ
A bisserl was, sagt man im Süden, geht immer: Dauernd. Also meistens. Oder manchmal wenigstens. Alle paar Jahre. Vielleicht auch seltener. Beziehungsweise nie. Womit eines schon mal klar ist – die Erotik in Baiern bietet viele Möglichkeiten und wirft zugleich eine zentrale Frage auf, die die ganze Welt beschäftigt, obwohl sie nie mit allerletzter Gewissheit und für alle Leute und Zeiten abschließend beantwortet werden kann: Wie macht´s eigentlich der Baier? Und wenn ja, warum? Was also haben zum Beispiel Liebe, Lust und Leidenschaft mit bairischen Männern zu tun? Eine Frage, die sich auch bairische Frauen gelegentlich stellen (sollten). Thomas Grasberger bringt in seinen Aufklärungs-Vorlesungen Licht ins Dunkel bairischer Schlafzimmer.


FLINS
Flins ist ein bairisches Synonym für Schotter, Kies, Diredare oder Moneten – es handelt sich also um jenen Stoff, aus dem viele weiß-blaue Träume sind. Der eine hat ihn von Haus aus und gibt ihn nur ungern her. Der andere bräuchte ihn dringend, bekommt ihn aber nur selten zu sehen. Ein Spannungsverhältnis, das seit Anbeginn der Zeiten für tragische wie komische Geschichten sorgt. Thomas Grasberger spürt dem Homo oeconomicus bavaricus nach und erzählt Geschichten von und mit Flins. Geschichten von jenem Stoff, dem alles nachjagt, obwohl man ihn – so zumindest ein bairisches Lippenbekenntnis – am Ende ja doch nicht mitnehmen kann.

 

KREUZWEIS: Eine Kombilesung aus GRANT-STENZ-FLINS

Das „Bavarian Survival Kit“! Für alle, die wissen wollen, wie die Baiern ticken, und wie sie selbst Baier werden oder bleiben und als solcher eventuell sogar überleben können. Ein Crashkurs in Bavarität also, bei dem man(n)/frau alles erfährt, was er/sie braucht, um im Wilden Süden dauerhaft bestehen zu können.

 

Thomas Grasberger, geb. 1964, studierte Politikwissenschaften, Philosophie und Geschichte. Der gebürtige Altöttinger arbeitet als freier Autor für den Bayerischen Rundfunk und diverse Printmedien. Er lebt mit seiner Familie in München.

 

Musikalische Begleitung gibts bei Bedarf auch. Entweder durch Evi Keglmaier oder Sepp Kloiber & Co.

Evi Keglmaier (Bratsche, Gesang & Tuba): Ausgebildet in Klassischer Musik, Mitglied von Mrs. Zwirbl, ehemals Zwirbeldirn sowie Singermaschin und Hochzeitskapelle). Evi Keglmaier begleitet Grasberger solo oder ggf. zusammen mit einem Gitarristen.
Josef Kloiber (Sepp/Bodo/Kraudn) an der klassischen und alpenländischen Gitarre – ein für diverse Stilrichtungen weltoffener Volksmusikant, der zusammen mit dem „studierten“ Akkordeonisten Andreas Winkler virtuose Instrumentals hinlegt. http://www.sepp-kloiber.de/volksmusik.html

Foto: © Robert Haas

Evi Keglmaier (Foto: privat)

Sepp Kloiber und Andreas Winkler