ANDREAS LECHNER: HEIMATGOLD

LESUNG aus HEIMATGOLD – auf Wunsch mit Musikern von Guglhupfa und Kofelgschroa

„Viele verkaufen ihre ganze Familie auf dem Buchmarkt. Andreas Lechner verkauft nur seinen Großvater. Er ist ein schreibender Separatist.“ Josef Bierbichler

Andreas Lechner taucht in das bewegte Leben seines Großvaters ein und entwirft dabei ein grandioses Sittengemälde der Zeit um den Ersten Weltkrieg bis in die späten 1940er Jahre. Er erzählt von großen sportlichen Erfolgen, dem wirtschaftlichen Aufstieg zum Hotelbesitzer im München der Goldenen Zwanziger – aber ebenso vom Grauen der NS-Zeit, der Katastrophe in den Wirren des Zweiten Weltkriegs und dem bittersüßen Karriereende als Gewichtheber.

Josef Sepp Straßberger, "der gwamperte Herkules aus Bayern" ca. 1932

 

Der Roman Heimatgold von Andreas Lechner porträtiert den bayerischen Gewichtheber Josef Sepp Straßberger von den ersten Versuchen im heimischen Heuschober bis zur Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam.

„Mit Farbenreichtum und dramaturgischem Tempo zeichnet Andreas Lechner das Porträt eines Sportlerlebens im historischen Umkreis der beiden Weltkriege. In leichtem münchnerischen Sprachduktus entwirft der Autor ein Sittenbild der Stadt, das die sportliche Prominenz zunächst im Strudel der Goldenen Zwanzigerjahre, sodann im Ringen zwischen Anpassung und Auflehnung in Bezug auf den wachsenden unheilvollen Zeitgeist und die NS-Diktatur zeigt. Mit der transatlantischen Wettkampfreise der Olympioniken 1932 greift der Roman einen thematischen Faden zur deutschen Exilliteratur auf. Es freut mich, dass die Wurzeln dieser literarischen Biographie in der Künstlerresidenz Villa Aurora in Los Angeles, Pacific Palisades, liegen – eine starke Geschichte, die zur Leinwand drängt und im demokratischen Geist die Kontinente überbrückt.“

Dr. Markus Klimmer (Chairman Villa Aurora & Thomas Mann House, Los Angeles)

Als Schauspieler war Andreas Lechner zuletzt am "Berliner Ensemble" und im Kinofilm „Zwei Herren im Anzug“ von Josef Bierbichler zu sehen.  Andreas Lechner wuchs in Münchens Altstadt auf, wo seine Mutter einen Schreib-, Tabakwaren- und Devotionalienladen betrieb. Er studierte Musik am Richard-Strauß-Konservatorium, um dem Wehrdienst zu entgehen und gründete die Musikgruppe "Guglhupfa", mit der er in der Kleinkunstszene bis 1990 spielte.